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Vreden könnte betroffen sein: Viele Fragen zur Erdkabel-Trasse

VREDENWo könnte es liegen? Welche Folgen würde das für den betroffenen Landwirt mit sich bringen? Die Amprion-Pläne für ein Erdkabel haben Fragen ausgelöst. Sie direkt ans Unternehmen zu stellen, dazu gab es in Vreden die Chance.

Viele Fragen zur Erdkabel-Trasse
Jonas Knoop (Mitte) Projektsprecher von Amprion, informierte den Landwirt Alfons Robert (links) über einen möglichen Trassenverlauf durch die Bauerschaft Kleinemast. Foto: Anne Rolvering

Auf dem Marktplatz stellte das Unternehmen Amprion am Mittwochmittag die Pläne über die Trassen der geplanten Gleichstromverbindung A-Nord vor. Es ist vorgesehen, dass für die Windstromverbindung zukünftig 300 Kilometer Erdkabel, von Emden durch das Münsterland bis ins Rheinland, verlegt werden.
„95 Prozent der Menschen, die sich heute bei uns informieren, sind Landwirte. Bei uns können sie sich auf der Karte ganz genau anschauen, über welche Flächen ein möglicher Korridor führen würde“, sagte Jonas Knoop, Projektsprecher von Amprion.

Landwirte fragen interessiert nach

Gemeinsam mit seinen Kollegen stellte er sich den Fragen der Interessierten. Einer davon war Landwirt Alfons Robert aus Kleinemast. Er stellte fest, dass eine von vier möglichen Trassen über seine Flächen führen könnte. Jonas Knoop erläuterte ihm, das Amprion Anfang nächsten Jahres den bestmöglichen Korridor für die Gleichstromverbindung vorschlagen werde.
Danach beginne das Beteiligungsverfahren mit Privateigentümern und Kommunen, da auf den Korridorflächen zukünftig nicht mehr gebaut werden dürfe. Am Ende des Planungsverfahrens, voraussichtlich im Jahr 2019, soll der mögliche Korridor feststehen. Dann könne die Bundesnetzagentur mit der Bauphase beginnen.

Korridor ist 35 Meter breit

Während der Bauzeit sei der Korridor laut Jonas Knoop 35 Meter breit. „In der Mitte dieser Fläche verläuft ein Baukorridor, und links und rechts davon werden die Leerrohre für die Kabel verlegt. Es wird bodenschonend vorgegangen, damit die Flächen später wieder ackerbaulich genutzt werden können“, sagte Jonas Knoop. Alfons Robert fragte auch nach der Erderwärmung durch die Kabel und Jonas Knoop antwortete: „Es sind zwei Grad Erderwärmung, die nach der Verlegung der Kabel an der Erdoberfläche ankommen.“ Wenn die Kabel nach einigen Wochen verlegt seien, bleibe ein Schutzstreifen zurück, der eine Breite von 24 Metern umfasse. Dieser Schutzstreifen würde in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren rekultiviert. Für die Bau- und Rekultivierungszeit der Trassenfläche erhalte der betroffene Landwirt eine Entschädigung.

Strommasten bleiben trotzdem

„Wir wissen ja noch nicht, ob der Korridor, der durch die Bauerschaften von Vreden führt, überhaupt in Frage kommt. Es gibt drei weitere Möglichkeiten in der weiteren Umgebung. Wir lassen es erst mal auf uns zukommen“, meinte Alfons Robert angesichts der Informationen, die er nun gewonnen hatte.
„Wir haben jetzt bereits die Pipelines der Salzgewinnung, das belastet schon genug“, kommentierte ein Landwirt aus Doemern die geplante Gleichstromverbindung. Auf seine Frage, ob durch den Bau der Gleichstromverbindung bestehende Strommasten entfernt würden, antwortete Jonas Knoop: „Nein, die bisherigen Masten bleiben, unsere Erdkabel sind sozusagen ein Bypass des bestehenden Stromnetzes.“

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