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St.-Vitus-Schule: Schadstoffe werden in Feinarbeit entfernt

SÜDLOHN.Die wichtigste Baustelle Südlohns liegt im Blickfeld vieler Kinder. Was die St.-Vitus-Schüler täglich sehen, interessiert aber auch die Erwachsenen.

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  • Schadstoffe werden in Feinarbeit entfernt
    Eine Fachfirma aus Herne beseitigt derzeit die Schadstoffe aus dem Baukörper des früheren Erweiterungstraktes der St.-Vitus-Schule in Südlohn. Vorsichtsmaßnahmen sind dabei selbstverständlich. Foto Markus Gehring

Es tut sich etwas an der St.-Vitus-Schule in Südlohn: Begonnen haben dort die Arbeiten, an deren Ende der Abriss des einstigen Neubaus stehen wird. Feinarbeit ist angesagt, bevor die Abrissbirne zuschlägt. Denn die Schadstoffe PCB und Asbest wollen erst einmal sorgfältig beseitigt sein – Material, dessen Gefährdungspotenzial beim Bau des Gebäudes so noch nicht bekannt war.

 Arbeiten finden jetzt im Inneren statt

„Der Auftrag für die Schadstoffsanierung läuft seit Ende September“, berichtet Dirk Vahlmann zum Stand der Dinge. Er leitet in der Gemeindeverwaltung das Bauamt. Dirk Vahlmann berichtet am Dienstag auf Anfrage der Redaktion, was sich derzeit in dem früheren Schulgebäude tut: „Die Arbeiten finden jetzt im Inneren statt.“
Die Sanierer stemmen gerade den Putz von den Wänden – eine Tätigkeit, bei der sie auch zu entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen greifen: Schutzanzüge und Mundschutz gehören unverzichtbar zum Arbeitsalltag dieser Spezialisten.

Schadstoffe sollen nicht freigesetzt werden

Das gilt auch für eigens eingerichtete Schleusen, berichtet Dirk Vahlmann: „Da wird sehr sorgfältig darauf geachtet, dass nichts freigesetzt wird.“ Denn die belasteten Baumaterialien sollen keinesfalls freigesetzt werden. „Wir haben eine Firma aus Herne beauftragt, die auf diesem Gebiet viel Erfahrung hat“, sagt Dirk Vahlmann.
Der Fahrplan für die Sanierung steht: Der Leiter des Bauamtes geht davon aus, dass die Herner Firma zu Beginn der Herbstferien wieder abgerückt sein wird.

Gewöhnt haben dürften sich Kinder und Lehrerschaft inzwischen daran, dass es in diesem Schuljahr auf dem Gelände der St.-Vitus-Schule anders als gewohnt zugeht. Ein Bauzaun trennt die Jungen und Mädchen von dem Bereich, der jetzt für die Bauarbeiten reserviert ist. Die Abfuhr der Container erfolgt über eine Zufahrt auf der Seite der Turnhalle, das alte Erweiterungsgebäude selbst ist verschlossen: „Damit auf gar keinen Fall ein Kind Zugang dazu hat.“

Container eingerichtet

Eine Frage der Gewohnheit sein dürfte auch, dass ein Teil des Schulunterrichts inzwischen in Containern stattfindet. Sie helfen, den vorübergehenden Verlust an Räumen auszugleichen. „Wir haben damit eine Kapazität von vier Unterrichtsräumen geschaffen“, sagt Dirk Vahlmann. Es laufe inzwischen rund im neuen Alltag der Grundschule, weiß der Bauamtsleiter aus Rückmeldungen von dort.

In den Herbstferien sollen Abrissarbeiten starten

Doch ein wenig nachzujustieren gilt es auch noch: Herausgestellt habe sich, dass die vorhandenen Toiletten nicht ausreichen – auch wenn die Container damit ausgestattet sind. „Wir haben deshalb zwei WC-Container nachgeordert, einen für Jungen und einen für Mädchen“, berichtet Dirk Vahlmann.

Wie sieht nun der weitere Fahrplan aus für das, was sich an der St.-Vitus-Schule tun soll? „Ich gehe davon aus, dass wir in den Herbstferien mit der eigentlichen Abrissarbeit des Gebäudes beginnen können“, erläutert der Bauamtsleiter. Er bittet um Verständnis, dass sich in dieser Phase die Belastungen für das Umfeld nicht völlig vermeiden lassen.

Denn schließlich wird einiges an LKW-Ladungen Schutt abzutransportieren sein: „Wir haben mit den Anwohnern über diese Frage bereits gesprochen.“ Dirk Vahlmann geht davon aus, dass der Abbruch des alten Traktes bis zu den Weihnachtsferien seinen Abschluss findet.
Damit es im neuen Jahr zum symbolischen Ersten Spatenstich für den Neubau kommen kann, ist ein politischer Beschluss erforderlich: Der Rat muss grünes Licht geben. Die Vorbereitungen dafür seien inzwischen weit gediehen, erklärt Dirk Vahlmann. Die Entwurfsplanung stehe bereits und der Arbeitskreis Schule habe die Konzepte für die Haustechnik und das Material beschlossen.

Auf dieser Grundlage werde jetzt eine Kostenberechnung erstellt. Eine erste Einschätzung über die anstehende Investition ließ sich erst vor Kurzem aus dem Bauprogramm für das nächste Jahr ablesen: Dort waren für den Neubau 4,35 Millionen Euro als Kostenrahmen kalkuliert worden.

Zeitlicher Horizont

Ein wenig Geduld dürfte in jedem Fall noch erforderlich sein, bis nach den Abrissarbeiten der Neubau entsteht. Dirk Vahlmann sagt dazu: „Ich hoffe, dass es im Frühsommer nächsten Jahres soweit sein wird.“

Hintergrund

Im April dieses Jahres hatte der Rat den Beschluss gefasst, den alten Erweiterungstrakt der St.-Vitus-Schule zu ersetzen. Die Politiker hatten vor zwei Alternativen gestanden: Neubau oder Sanierung des bestehenden Gebäudes. Die Kosten dafür waren aber angesichts des baulichen Zustandes als Risiko angesehen worden.
Für einen Neubau hatte auch die Möglichkeit gesprochen, damit die Räume dem heutigen Bedarf optimal anzupassen können.Die Gemeinde steht damit vor einer Investition, die es in dieser Größenordnung seit Ende der sechziger Jahre nicht mehr gab.Einen Teil der Kosten sollen Mittel aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ auffangen.

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