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Moderne Heimatstube: Gemütlichkeit unter blutroten Wänden

SÜDLOHNEin paar Dachschrägen akzentuiert in Ochensblutrot, moderne Möblierung und keine Spinn- oder Wagenräder als Staubfänger an der Wand – in seinen neuen Räumen gibt sich der Südlohner Heimatverein betont modern.

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  • Gemütlichkeit unter blutroten Wänden
    Ein Blick in die Heimatstube des Heimatvereins Südlohn Foto: Bernd Schlusemann

„Wir haben keine alte Scheune, da würde das passen“, meint Vorsitzender Ernst Bennemann zu den Exponaten aus unserer landwirtschaftlich geprägten Region, wie sie jeder Heimatverein sein Eigen nennt. Pflug und Sense hat der Verein eingelagert. In den neuen Räumen unter dem Dach des Pfarrheims von St. Vitus an der Kirchstraße legt der Verein dagegen mehr Wert auf Menschen. Besucher werden beim Besuch in den neuen Räumen während des morgigen Wiegboldfestes viele alte – verstorbene – Bekannte wiedersehen.

Fotos und textliche Infos über 146 Persönlichkeiten 

In einem Bereich der rund 110 Quadratmeter großen Heimatstube erinnert der Verein an bekannte und engagierte Bürger der Gemeinde. Fotos und textliche Infos über 146 Persönlichkeiten der Ortsgeschichte lassen den ein oder anderen sicher länger in dieser Ecke stehen. Ähnliches wird im gegenüberliegenden Raum an der Kirchstraße passieren. Wussten Sie, dass Südlohn einmal zum Kreis Rees gehörte? In einer Zeitleiste (rundes Foto), die sich durch den ganzen Raum zieht, hat der Heimatverein die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Südlohns von der Christianisierung bis zur Neuzeit aufgezeigt und bebildert.

Unter dicken, 22 Kilo schweren Glasplatten finden die Besucher im gleichen Raum in Vitrinen zum Beispiel das Tagebuch des Geschäftsmanns Heinrich Telöken als Leihgabe oder das Lohnbuch der Weberei Föcking und Cohausz mit einer Lohnliste aus dem Jahr 1909 – spannende Lektüre. Heimatgeschichtliche Literatur mitsamt einer lichtdurchfluteten Leseecke, die einen besonderen Blick auf die St. Vitus-Kirche freigibt, erwarten die Besucher neben dem Aufzug, der sie ins Dachgeschoss des Pfarrheims geführt hat.

Heimatverein hat viel Geschmack bewiesen

Optisch beeindruckend ist die Ecke mit dem großen Besprechungstisch aus massivem Eichenholz. Zwölf Personen können dort unter der roten Dachschräge Platz nehmen. Diese farbliche Akzentuierung reicht übrigens von den Stühlen bis hin zu den Platzdeckchen. Bei der Gestaltung seiner neuen Räume, natürlich gehören auch ein Büroraum und eine Küche dazu, hat der Heimatverein viel Geschmack bewiesen. Dabei ist es gelungen, keine Ausstellung verschiedenster Exponate aneinanderzureihen, sondern Geschichte und Heimat in einem modernen und einladenden Ambiente interessant zu präsentieren.

Modern sein, das ist Programm. Egal ob Internet oder Facebook, der Heimatverein ist dabei. Das wirkt sich sogar auf die Mitgliederzahlen aus. „Wir haben einen Aufschwung bekommen über unsere Internet-Aktivitäten“, berichtet Ernst Bennemann, dass die Mitgliederzahl nicht zuletzt durch das Online-Engagement von 120 auf 360 gestiegen ist. Froh ist er, dass die Kirchengemeinde dem Verein das Dachgeschoss des Pfarrheims überlassen hat. Vorher hatte der Vereine einen 18 Quadratmeter großen Raum in dem Gebäude. „Da konnte man keinen rein lassen“, erklärt Bennemann, dass der Raum voll stand mit Exponaten.

Zusammen mit vielen Helfern hat der Vorsitzende aus der Dachstube eine einladende Heimatstube gemacht. „Im letzten halben Jahr war es eine hauptberufliche Tätigkeit“, blickt Ernst Bennemann zurück. Das Werk ist gelungen und er hofft, dass die Besucher es am Sonntag sehen, wie es in weißen Lettern auf der ochsenblutroten Wand steht: „Heimat ist, wenn du angekommen bist“.

Der Heimatverein lädt am Sonntag zum Besuch seiner neuen Räume ein.Geöffnet sind die Räume im Dachgeschoss des Pfarrheims an der Kirchstraße während des Wiegboldfestes von 13 bis 18 Uhr sowie am Montag, 11. September, von 15 bis 18 Uhr. Der Heimatverein im Internet: heimatverein-suedlohn.de

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