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Burloer-Straße-West: Weg macht den Weg frei

OEDINGEin klärendes Gespräch hat es zwischen Bürgermeister Christian Vedder und Josef Schleif gegeben. Ergebnis: Wenn die besprochenen Dinge von der Gemeinde umgesetzt werden, sieht Schleif keinen Grund mehr, den Bebauungsplan für das Neubaugebiet Burloer-Straße-West nicht zu akzeptieren.

Weg macht den Weg frei
Über einen im Bebauungsplan bereits vorgesehenen Weg zwischen diesen beiden Häusern soll die Anbindung für Josef Schleif jetzt erfolgen. Foto: Bernd Schlusemann

Damit besteht nun die Chance, dass der Bebauungsplan Bestand hält. Schon zwei Mal wurde das seit 1988 laufende Bebauungsplanverfahren durch das Oberverwaltungsgericht in Münster gestoppt. Zuletzt im Juni vergangenen Jahres, als das Gericht den Bebauungsplan für unwirksam erklärte.

Neuer Satzungsbeschluss im Mai

Damals war es der Bruder von Josef Schleif, der gegen die Pläne der Kommune ein Normenkontrollverfahren angestrengt hatte. An dessen Ende hat die Gemeinde den Bebauungsplan in einigen Bereichen neu gefasst. Unter anderem ging es um die bessere zeichnerische Darstellung der Hofzufahrt des Klägers, der befürchtet hatte, bei Umsetzung der Planung seinen Hof nicht mehr erreichen zu können. Im Mai hat der Gemeinderat dann einen neuen Satzungsbeschluss getroffen. Nach dessen Veröffentlichung wurde eine Bebauung in dem Neubaugebiet wieder möglich. Mit Erfolg: „Der Rat hat bereits einem Verkauf eines Grundstückes im Baugebiet nach der erneuten Inkraftsetzung zugestimmt“, berichtet Bürgermeister Christian Vedder. Davor gab es kaum Interesse an Baugrundstücken in dem Gebiet.

Kein Anspruch auf kürzesten Weg

Nach der Ratssitzung meldete sich Josef Schleif, grünes Ratsmitglied und Anwohner im Bereich des Neubaugebietes. Der Rat hatte einen Einwand von ihm bei der Abwägung der Einwende und Bedenken gegen die neue Planung nicht berücksichtigt. Schleif wollte weiter von seinem Hof am Neubaugebiet vorbei ins Dorf fahren, also den kürzesten Weg nutzen. Der neue Bebauungsplan sieht das aber nicht mehr vor.
Josef Schleif habe „keinen Anspruch auf den kürzesten Weg“ hieß es aus dem Rathaus. Die Erschließung sei über den Pöppeldyk vorgesehen. Josef Schleif führte an, dass es den Weg ins Dorf seit Generationen gibt und die Flächen der Straße Hinterm Busch dafür hälftig von den Anliegern zur Verfügung gestellt wurden – er sprach auch von Gewohnheitsrecht.

Konstruktives Gespräch

Der Bebauungsplan dürfe auf keinen Fall erneut vor Gericht. Mit diesem Signal ging Südlohns Bürgermeister aus der Juni-Ratssitzung: und mit dem Auftrag, mit Josef Schleif zu sprechen.
Dieses Gespräch fand am 26. Juli statt, hat die Münsterland Zeitung jetzt erst erfahren. „Es hat eine aus meiner Sicht sehr konstruktive Besprechung mit den Eheleuten Theresia und Josef Schleif stattgefunden“, sagte Bürgermeister Christian Vedder. Und: „Die von der Verwaltung präsentierte Lösung kann Familie Schleif mittragen“. Die Verwaltung werde jetzt daran arbeiten, die besprochene Lösung umzusetzen.

Neue Route ins Dorf

„Wenn alles so läuft, wie besprochen, dann haben wir keine Bedenken“, bestätigte Josef Schleif am Mittwoch auf Anfrage. Er ging auch näher auf die von der Verwaltung präsentierte Lösung ein. Demnach soll er ein kurzes Stück der Straße Hinterm Busch weiter nutzen können, um über eine noch zu bauende, im Bebauungsplan bereits vorgesehene Stichstraße auf den Kookamp und dann ins Dorf zu gelangen. „Die Route ist weit weniger gefährlich“, meint Josef Schleif. Er denkt dabei an eine von zwei angedachten Alternativrouten, die über die Landstraße 572 führt.
Kommt die Umgehung für Oeding, dann ist aber auch die jetzige Lösung passé: Die Umgehung verläuft mitten durch das Verbindungsstück vom Hof Schleif zur Anbindung Kookamp.
Bis zur Umgehung dauert es aber noch einige Zeit. Zunächst ist für Oeding wichtig, dass durch Josef Schleif kein neues Normenkontrollverfahren droht und Bauwillige in dem Neubaugebiet weiter Häuser bauen können.

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