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Bilder im Vergleich: Hauptstraße früher und heute

LEGDENEinige Details fehlen noch. Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Hauptstraße an Attraktivität gewonnen hat. Wie groß die Veränderung ist, zeigen alte Fotos.

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  • Hauptstraße früher und heute
    Die Hauptstraße von Legden 1934 Foto: Heimatverein Legden

Barrierefrei, gegliedert nur durch die verschiedene Anordnung des roten Pflasters – so zeigt sich die Hauptstraße. Pünktlich zum Blumenkorso wurde der dritte Bauabschnitt zwischen Vikar-Entrup-Straße und der Kreuzung Kirchstraße/Königstraße freigegeben. Gelegenheit für Heinz Kroschner, Archivar des Heimatvereins Legden, in alten Unterlagen zu stöbern.
Postkarten führen zurück in das vergangene Jahrhundert. Hier zeigt sich, wie viel Substanz noch heute erhalten ist. Schaut man von der Kreuzung in die Hauptstraße hinein, sieht man auf der linken Seite zur Kirche hin noch die gleiche Häuserzeile wie auf den Postkarten von 1934 und aus den 1960er-Jahren. Es sind Teile der Kirchburg. Und auch ein Haus, das in der Reihe neu errichtet wurde, passt sich dem Vorbild an. Das Eckhaus bekam irgendwann einen Eingang zur Kirchstraße, heute sind hier Fenster.

Stürmerkasten

Auf der Postkarte von 1934 ist links der „Stürmerkasten“ zu sehen. Hier wurde in den 1930er-Jahren der Stürmer ausgehängt. Einmal, so erzählt Heinz Kroschner, wurde die Scheibe eingeschlagen, um gegen die Hetze gegen die Juden zu demonstrieren. „Es ist nie herausgekommen, wer es war“, gibt Kroschner Berichte von damals wieder. Der Vikar habe damals die Verantwortung übernommen. Später sei er versetzt worden und schließlich in ein KZ gebracht worden.
Auf der rechten Seite dagegen steht kein Haus mehr von früher. Angefangen von der Apotheke, die in den 1980er-Jahren gebaut wurde, verschwanden die alten Gebäude Stück für Stück. Zuletzt wurde 2011 das Gesundheitszentrum gebaut, wo bis 2009 das Hotel Decker, später Gaststätte Alte Post, stand.

Kneipensterben

Gastronomie existiert in diesem Bereich nur noch im Gasthof Alt Legden im ehemaligen Hotel Lanfer, das sich seitdem äußerlich wenig verändert hat. Auf den paar Metern zwischen den Hotels Decker und Lanfer gab es vor Jahrzehnten noch zwei weitere Gaststätten auf beiden Seiten der Straße, so Heinz Kroschner. Auch hier hat er eine Erzählung parat, die wahrscheinlich in die Zeit um den Ersten Weltkrieg führt. Damals sollen die Wirte gerne einen Groschen für Schnaps aus der Kasse genommen und sich immer wieder gegenseitig besucht haben.

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