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Baugebiet Roggenkamp: Fast alles ist Bauherren erlaubt

LegdenIm Dorf wird das neue Baugebiet Roggenkamp entstehen. Der Bauausschuss hat dafür in seiner Sitzung grünes Licht gegeben. Einige Häuslebauer hörten aufmerksam zu. Ihnen versprach Bürgermeister Friedhelm Kleweken "maximale Freiheit".

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  • Fast alles ist Bauherren erlaubt
    Abgerissen wurden in den vergangenen Wochen die Nebengebäude der Hofstelle Lenfert. Das Wohnhaus bleibt erst noch stehen, bis der Neubau steht und die Familie umziehen kann. Markus Gehring

Nah zur Dorfmitte, mit guter Anbindung an Kindergärten und Schule: Damit ist das Baugebiet Roggenkamp attraktiv für junge Familien. Rund 65 Einfamilien- und Doppelhäuser werden hier gebaut. In vier größeren Wohnhäusern zur Neustadt hin werden außerdem rund 36 kleine Wohnungen für Singles und ältere Menschen entstehen. Aber auch die Gemeinde Legden profitiert von dem Gelände, ist doch Wohnraumverdichtung das erklärte Ziel.

Zustimmung zu den Plänen für das Gebiet Roggenkamp kam am Dienstagabend im Haus Weßling von den drei Fraktionen. Dem endgültigen Beschluss im Gemeinderat am Montag, 16. Oktober, 18 Uhr, dürfte damit nichts im Wege stehen. Freie Bahn also für Berthold Lösing, der als Investor auch die Erschließung des Geländes übernimmt.

"Jede Menge Interessenten"

In maximal drei Etappen sollen Kanäle und Straßen gebaut werden. Ob es so viele werden, hängt davon ab, wie schnell sich die Grundstücke vermarkten lassen. „Es gibt jede Menge Interessenten“, ist Lösing optimistisch, dass es schnell gehen wird.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken hob die Vorzüge hervor. In Richtung der vermutlich bauwilligen Zuhörer betonte er: „Wir geben den Bauherren maximale Freiheit“. Walm-, Sattel- oder Flachdach, Holz, rote oder weiße Klinker, Firstausrichtung – das alles wird den Häuslebauern überlassen. „Disneyland“ kam ein knapper Zwischenruf, der mit Lachen quittiert wurde. Ahaus Stadtplaner Walter Fleige hatte kürzlich Legdens Neubaugebiet so bezeichnet – so etwas wolle er für das Ahauser Baugebiet Hoher Kamp West nicht.

Fragen zum Regenwasser

Das sieht man in Legden anders. Es gibt wenig Vorgaben, die vor allem die Geschosshöhe betreffen. Mehr als zweigeschossig darf es nicht sein. Nur bei den vier Mehrparteienhäusern werden es drei plus ein Staffelgeschoss sein.

Fragen hatte Gerd Heuser, Fraktionsvorsitzender der UWG. Sie bezogen sich weniger auf die geplante Bebauung, sondern auf die Probleme der Entwässerung. Hintergrund ist für ihn, dass jeder durch Häuser und Straßen verdichtete Quadratmeter mehr den Mühlenbach bei Regen zusätzlich belastet und damit die Gefahr bei Hochwasser zunimmt. Zurzeit wird noch an der Entstehung eines Hochwasserschutzkonzepts gearbeitet.

Mühlenbach wird umgestaltet

Geplant ist ein Regenrückhaltebecken mit einer Kapazität von 750 Kubikmetern. Konzipiert für ein „zweijähriges Ereignis“, so erläuterte Heinrich Gomer von der Flick Ingenieurgemeinschaft, die Entwässerung und Straßenbau plant. Auf Hochwasser sei es nicht ausgerichtet. Bürgermeister Kleweken erläuterte, dass mit Flächen am Mühlenbach und neben dem Regenrückhaltebecken es noch Gelände gebe, um etwas für den Hochwasserschutz zu tun. Der Mühlenbach soll in Zukunft so verändert werden, dass das Stauwehr herausgenommen werden kann.

„Wie sieht es mit dem Spieker aus?“, fragte Sigrid Goßling, Fraktionsvorsitzende der SPD. Erste Planungen hatten vorgesehen, dass der zur Hofstelle Lenfert gehörende Spieker erhalten bleibt. Das ist jetzt nicht mehr so. Theoretisch sei es möglich, so die Antwort der Planer, er müsse dann aber versetzt werden. Die Nebengebäude hinter dem Wohnhaus wurden bereits abgerissen. Hier wird schon bald das neue Wohnhaus der Familie Lenfert entstehen. Nach deren Umzug in das neue Haus wird dann auch das alte Wohnhaus abgerissen.

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