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Eröffnung, Klagen, Shuttle-Service: Das sagt der künftige Betreiber der Phoenixhalle

HÖRDEDie Phoenixhalle ist ein Phantom. Die Konzerthalle für bis zu 3600 Menschen ist noch nicht eröffnet, aber allgegenwärtig. Es gibt große Pläne, bereits ausverkaufte Konzerte und im Hintergrund juristischen Streit über den Lärmschutz. Nun hat sich der Betreiber zu den nächsten Schritten geäußert.

Das sagt der künftige Betreiber der Phoenixhalle
Die Phoenixhalle mit der Rohversion des Anbaus auf dem Phoenix-West-Gelände in Hörde. Ab November finden hier Rock- und Pop-Konzerte statt, Anfang 2018 soll es eine große Eröffnung geben. Archivfoto: Felix Guth

„Ich bin Optimist. In meinem Naturell und schon deshalb, weil sonst die letzten fünf Jahre umsonst gewesen wären“, sagt Betreiber Alexander Richter vom Musikunternehmen Four Artists. Wie eigentlich jeder, der in Dortmund und Umgebung mit Konzertveranstaltern spricht, ist er sich sicher, dass die Phoenixhalle eröffnen wird. Richter sagt, er würde eigentlich lieber WC-Fliesen für die Halle aussuchen als über die unerwartet komplizierte Bauzeit zu sprechen. Doch es gibt nun einmal etwas zu besprechen.

Klage gegen die Stadt Dortmund

Vor einem Monat hat zum zweiten Mal eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen über die Baugenehmigung die nächste Unsicherheit geschaffen. Wie schon in einem noch nicht abgeschlossenen ersten Fall richtet sich die Klage von Anwohnern der Hochofenstraße gegen die Stadt Dortmund, die auf mangelhafter Grundlage die Baugenehmigung erteilt habe. Dagegen hat die Stadt Einspruch eingelegt.

„Wir sind davon schon überrascht worden. Wir hatten die Pläne vorgestellt, alle Unterlagen eingereicht. Aber am Ende bedeutet es nur, dass wir mehr Gespräche führen müssen“, sagt Alexander Richter. Der Bau läuft weiter, liegt im Plan. Am 16. November soll die erste Band auf der Bühne stehen. Das Konzert der Gruppe SDP ist bereits ausverkauft.

Es geht in den Verfahren auch um die Frage, welchen Lärm die an- und abreisenden Konzertbesucher verursachen. Eine Auflage der Baugenehmigung ist dabei die Einrichtung eines Bus-Shuttles für die rund 800 Meter lange Strecke zwischen dem Bahnhof Hörde und der Halle. „Das werden wir erfüllen“, sagt Alex Richter. „Wir sind in Gesprächen dazu. Wir werden dabei eine Lernkurve haben“, sagt er. Bedeutet: Die ersten Konzerte im November und Dezember geben überhaupt erst Aufschluss darüber, wie die Leute anreisen.

Eröffnungsfeier vermutlich im Februar 2018

Ohnehin seien die ersten Konzerte „Learnings“, also Tests für den großen Konzertbetrieb, den die Phoenixhalle bringen soll. Eine große Eröffnungsfeier wird kommen, verspricht Richter, vermutlich im Februar 2018. Auf jeden Fall erst dann, wenn wirklich die letzte Wand schön ist. „Damit ich dann nicht ständig auf so etwas angesprochen werde, sondern mich über eine Halle mit hervorragenden Produktionsmöglichkeiten freuen kann.“

Was sich andeutet: Die Phoenixhalle wird für andere Konzertveranstalter in Dortmund eher Partner als Konkurrent. So wird ein Großteil der bisher gebuchten Konzerte vom FZW veranstaltet, das dann als Mieter die Phoenixhalle nutzt. Alex Richter sagt: „Es ist das Konzept, dass hier jeder Veranstalter rein kann. Das FZW ist ein Player und ein guter Geschäftspartner. Es wird sicher einen Teil des Programms planen.“

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