Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Still-Leben auf dem Borsigplatz: Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und gegen Vorurteile

DortmundEssensstände statt Autos und rund 50 Tische unter den Platanen: So sieht man den Borsigplatz nur selten. Rund 2000 Menschen sind am Sonntag (27.8.) zum zweiten „Still-Leben“ auf den Platz in der Nordstadt gekommen.

Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und gegen Vorurteile
In eine Picknickwiese und einen Biergarten verwandelte sich am Sonntag der Borsigplatz. Foto: Oliver Schaper

Die Rasenfläche innerhalb des Verkehrsknotens wurde am Sonntag zur Picknickwiese, auf der Bühne sind Künstler und Folkloregruppen aus dem Quartier aufgetreten. Damit sollte auch die zweite Ausgabe des „Still-Lebens“ unter dem Motto „Borsig nehmen Sie Platz“ zur Gemeinschaft in der Nordstadt beitragen.

50 Tische im großen Rund

Das ist gelungen, finden die Organisatoren: „Wir haben eine Masse an Menschen hergelockt – nicht nur aus der Nordstadt“, sagt Annette Kritzler, die das Fest als vollen Erfolg verbucht. Sogar Besucher aus Frankreich seien gekommen. Die 50 Tische, die kreisrund unter den Bäumen angeordnet sind, standen Anwohnern, Freunden, Vereinen und Institutionen zur Verfügung. Und alle von ihnen waren belegt. Gekommen sind aber auch Besucher aus anderen Stadtbezirken.

13 Bilder
27.08.2017 16:54

Einen der schattigen Plätze haben sich die Mitglieder des erst zwei Jahre alten BVB-Fanclubs Tremonia 09 aus Hörde reserviert. „Wir sind schon das zweite Mal hier“, gibt der Vorsitzende Ralf Schwarz Auskunft. Das Fest gefällt ihnen, trotz der Vorurteile, die der Nordstadt weiter anhängen: „Es gibt hier keinen Stress. Die Vorurteile mögen ja igendwo begründet sein, wir können sie aber nicht bestätigen.“

"Der schönste Biergarten Dortmunds"

Die Stimmung unter den Fußballfans ist ausgelassen. „Es ist für einen Tag der schönste Biergarten Dortmunds“, sagt Herbert Marquardt. Zudem wurde ihr Tisch als schönster prämiert. Dass die Jury aus Fanbeauftragten des BVB bestand, habe aber keine Rolle gespielt, versichern die Organisatoren. Es sei schließlich allein um die Dekoration gegangen.

Derweil dreht der Musiker Boris Gott, einer von vielen Künstlern, seine Runde und spielt an jedem Tisch für die Besucher. Am Abend ist zudem das Violet Quartett im Oesterholz-Karree aufgetreten. Den Besuchern gefällt diese Mischung: „Sie könnten den Borsigplatz dafür ruhig öfter schließen“, findet ein junger Anwohner.

Und auch gesellschaftlich sei Einiges im Gange, um das Viertel zusammenzubringen. Das war den Organisatoren wichtig. „Wir senden ein positives Zeichen vom Borsigplatz in die Stadt“, sagt Veit Hohfeld von der Stadtteil-Schule.

Zur Startseite >

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG