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Stadt plant Investorenwettbewerb: Sozialer Wohnungsbau: Bezahlbar soll es sein

AHAUSBezahlbarer Wohnraum für junge und einkommensschwache Familien in Ahaus - daran hapert es nach Ansicht der SPD-Fraktion. Wie die Stadt gegensteuern kann, darum ging es im Sozialausschuss. Zwei geeignete Grundstücke gäbe es.

Sozialer Wohnungsbau: Bezahlbar soll es sein
Der Bau von Sozialwohnungen wird staatlich gefördert. Die Wohnungen sind mietpreisgebunden und dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden. Foto dpa/Rolf Vennenbernd

Auf Bundesebene schrumpfte der Bestand an Sozialwohnungen zwischen 2002 und 2013 um 995.000 Wohnungen. Beigeordneter Werner Leuker: "Das entspricht einem Minus von 40 Prozent." In NRW sank der Bestand zwischen 2002 und 2012 um 81.000 Wohnungen - ein Minus von fast 60 Prozent.

Vergleichswerte

Für Ahaus legte Leuker Vergleichswerte aus den Jahren 2014 und 2015 vor. In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Sozialwohnungen leicht von 550 auf 565. "Sie fällt aber bis 2030 deutlich ab auf 325 Wohnungen", erklärte der Beigeordnete. Das entspricht einem Rückgang um 40 Prozent. In diese Prognose seien künftige Neubauten nicht eingerechnet. "Wir sind mit Sozialwohnungen nicht übersät", sagte Werner Leuker. "Das hat aber auch etwas mit der Sozialstruktur einer Stadt zu tun." Eine Rolle spielen zudem Anbieter von Sozialwohnungen, die ihr Förderdarlehen vorzeitig zurückzahlen und damit die Bindungsfrist verkürzen. Leuker: "Das aktuelle Zinsniveau verleitet dazu, Darlehen vorzeitig zu tilgen, die Wohnungen zu renovieren und sie dann mit höheren Mietpreisen auf dem freien Markt anzubieten."

Als Bedarf an Sozialwohnungen in Ahaus nannte Leuker "zwischen 10 und 53 Wohnungen in den kommenden Jahren." Die Bandbreite resultiere aus den Unwägbarkeiten der künftigen Flüchtlingszahlen.

Zwei Grundstücke

Die Stadt habe nach geeigneten Flächen für Sozialwohnungen Ausschau gehalten. "Wir haben zwei Grundstücke gefunden, die geeignet sind." Die Flächen könnten im Investorenwettbewerb vergeben werden. Leuker: "Nur zwei Grundstücke, das mag ernüchternd sein. Aber vielleicht können fünf Wohneinheiten je Grundstück geschaffen werden. Dann hätten wir zumindest das Minimum von zehn Wohnungen."

Mathilde Fischer (SPD) sprach von einem "richtigen Schritt", Flächen auf den Markt zu bringen. Es müsse jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer Getto-Bildung komme. "Wir sollten auch Einfluss auf die Gestaltung der Häuser nehmen." Einziehen könnten dann Deutsche oder Nichtdeutsche mit Bleibeperspektive, die mindestens 18 Jahre alt und im Besitz eines Wohnberechtigungsscheines sind.

 

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