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Verletztenmisere zur Unzeit: Schalker Personalsorgen werden größer

GelsenkirchenDass der FC Schalke 04 in die neue Saison mit einem relativ kleinen Kader von 19 Feldspielern und drei Torhütern ging, rief sofort die Skeptiker auf den Plan. Reicht diese Quantität aus, um eine gute Spielzeit zu absolvieren? Es gab Zweifel, die jetzt neue Nahrung erhalten. Denn aktuell ist die Personalsituation bei den Königsblauen alles andere als komfortabel.

Schalker Personalsorgen werden größer
Domenico Tedesco her derzeit nur wenige Spieler, mit denen er trainieren kann. Foto: dpa

Vor allem auf der „Sechs“ drohen vor dem nächsten Bundesligaspiel bei Hertha BSC Berlin Probleme. Denn Weston McKennie, der US-Boy, der sich prächtig entwickelte und zuletzt zweimal in der Stammformation stand, droht wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel für das Berlin-Spiel auszufallen. Zwar hat die medizinische Abteilung der Königsblauen die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der 19-Jährige bis zum 14. Oktober wieder fit ist, doch das hängt vom Heilungsverlauf seiner Verletzung ab.

Ebenfalls fraglich ist das Mitwirken von Nabil Bentaleb. Der Mittelfeldspieler wird wegen einer Schambeinentzündung in dieser Woche nicht trainieren können. Das ergab eine MRT-Untersuchung. Wie lange der 22-Jährige ausfallen wird, lässt sich nicht prognostizieren. Diese Art der Verletzung hat bei anderen Fußballern schon zu langen Auszeiten geführt, deshalb muss man abwarten, wann Bentaleb wieder zur Verfügung steht.

Nur acht Feldspieler

Auch von Matija Nastasic gibt es keine guten Nachrichten. Der Innenverteidiger laboriert an einem Knochenödem im Sprunggelenk, so dass fraglich ist, ob er der serbischen Nationalmannschaft bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und Georgien zum Einsatz kommen kann.

Da Trainer Domenico Tedesco auch noch auf Pablo Insua (Rippenfellentzündung) und Coke (Kapselverletzung im Kniegelenk) verzichten muss sowie zahlreiche Nationalspieler in ihren Ländermannschaften aktiv sind, waren gestern nur acht Feldspieler und zwei Torhüter beim Training auf dem Platz zu sehen.

Meyer wieder fit

Die Verletztenmisere kommt für Schalke zur Unzeit. Denn die Ausgangsposition in der Bundesliga ist nach sieben Spieltagen besser als im Vorjahr. Damals holten die Blau-Weißen nach sieben Begegnungen nur vier Punkte, jetzt sind es zehn und der Rückstand auf Platz vier beträgt nur drei Zähler. Nach dem Berlin-Spiel folgen mit Mainz und Wolfsburg zwei Heimspiele hintereinander, die Aussichten, sich in der Tabelle weiter zu verbessern wären also mit einem kompletten Kader nicht schlecht.

Aufgrund der dünnen Personaldecke war Tedesco froh, dass wenigstens Max Meyer seinen Infekt überstanden hat und mit neuer Kurzhaar-Frisur trainieren konnte. Meyer begann im letzten Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim auf der Sechserposition. Erst zweimal stand der Nationalspieler in dieser Bundesligasaison in der Schalker Startelf. Das könnte sich aufgrund der Personalprobleme nun ändern.

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