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Verfall der Sitten: Viel Solidarität für den BVB in der "Causa Dembele"

DORTMUNDDer Transferstreit zwischen Borussia Dortmund und Ousmame Dembele wird mehr und mehr zum abschreckenden Beispiel für den Verfall der Sitten im Profifußball. Das konsequente Vorgehen der Klubbosse nötigt derweil selbst den Dortmunder Liga-Konkurrenten Respekt ab.

Viel Solidarität für den BVB in der "Causa Dembele"
Der BVB erhält in der "Causa Dembele" viel Zustimmung. Foto: Guido Kirchner

"Ich finde, dass sich der BVB bislang sehr klug verhalten hat", lobte Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei "Sky", "man muss als großer Verein, das ist Dortmund nun mal, auch mal Stärke zeigen und sagen: Entweder wir kriegen, was wir uns vorstellen, oder er hat zu bleiben."

"Der 31. August kommt bald"

BVB-Erzrivale Hoeneß äußerte viel Verständnis für die Dortmunder Marschroute, entweder den gewünschten Preis für Dembele in angeblicher Höhe von mindestens 130 Millionen zu generieren oder den Ablauf der Transferfrist abzuwarten. "Der 31. August kommt bald. Bis dahin können sie ihn auf einem Nebenplatz trainieren lassen. Am 1. September muss er wieder Vollgas geben, er wird seinen Marktwert halten wollen."

Das Vorgehen des trotzigen 20-Jährigen, der mit einem Trainingsstreik am vergangenen Donnerstag seinen Wechsel zum katalanischen Renommierklub vorantreiben wollte, hält der Bayern-Präsident für skandalös: "Wenn der Spieler nicht zum Training kommt, dann hat er das ganz alleine zu verantworten und kann nicht den Berater vorschieben."

"Er ist noch ein Kind"

Ähnlich deutlich wie das Urteil von Hoeneß fiel das von Julian Nagelsmann aus. "Ich kann im normalen Leben auch nicht einen Vertrag für ein Darlehen unterschreiben und dann nach drei Wochen zur Bank gehen und sagen, ich habe keinen Bock mehr, den Kredit zurückzubezahlen; macht, was ihr wollt", sagte der Coach des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

 
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Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic pflichtete bei: "Ich würde ihn auch suspendieren. Aber: Alles auf den Spieler zu schieben, ist auch falsch. Er wird sicher nicht alleine auf die Idee gekommen sein, nicht zum Training zu kommen. Wir reden von einem Burschen mit 20 Jahren. Er ist noch ein Kind."

Unruhe bleibt 

Am Abend nach dem Spaziergang der Dortmunder in die 2. Pokalrunde beim 4:0 in Freiburg gegen den Sechstligisten 1. FC Rielasingen-Arlen kamen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Peter Bosz überein, Dembele weiter vom Spiel- und Trainingsbetrieb auszuschließen. "Unser Fokus liegt jetzt auf einer konzentrierten Vorbereitung der Mannschaft auf den Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende in Wolfsburg. Ousmane Dembele hat selbstverständlich die Möglichkeit, ein individuelles Training abseits der Gruppe zu absolvieren", erklärte Zorc.

Dennoch wird das leidige Thema der Borussia auch in den kommenden Tagen erhalten bleiben und für Störgeräusche sorgen. Dabei hatte sich die Vereinsführung nach den Turbulenzen um die Trennung von Trainer Thomas Tuchel am Ende der vorigen Saison eigentlich nach mehr Ruhe gesehnt. Kaum vorstellbar, dass Dembele auch in der kommenden Saison für die Borussia stürmt. Schließlich hat er bei den Fans mit seiner inakzeptablen Verweigerungshaltung reichlich Kredit verspielt.

Von dpa

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Kommentare
  • Transfertheater veim BVB
    von raducanu am 14.08.2017 11:25 Uhr

    Transfermarkt berichtet, dass auch daran gedacht ist Julian Draxler nach
    Dortmund zu transferieren. Wir alle wissen, dass der ehemalige 04er mal hat
    verlauten lassen " Der BVB würde für mich niemals in Frage kommen ".
    Mal abwarten, was sich in Paris noch tut.

  • Keiner will vom BVB "weg"
    von druckzone am 14.08.2017 08:00 Uhr

    Ich sehe dass so, dass Aubameyang nicht wirklich vom BVB weg will. Er möchte gerne sein gehalt vervielfachen, wer will es ihm verübeln. Sportlich gefällt es ihm, daher auch die Professionalität. Bei dembele ähnlich. E könnte morgen an messis seite spielen. Das ist es, was die anfixt.

  • Viel Solidaritüt für BVB
    von Semikolon am 13.08.2017 21:58 Uhr

    Daß Auba weg will, ist lange bekannt, auch der Geschäftsführung. Er muß es nicht immer wieder beteuern. Aber: Solange er hier spielt, gibt er alles für den BVB - ähnlich Lewa (hat sich auch bis zum Schluß voll eingesetzt). Erfreulich ist, daß Auba auf unnötige nervende Fragen der Journalisten nach seinem Verbleib so ruhig bleibt. P-E Aubameyang ist ein höflicher, ehrlicher und souveräner Mensch. Bewundernswert. Hoffentlich kann er sich seine positive Lebenseinstellung erhalten.

  • Unruhe wird bleiben
    von Speedbabe am 13.08.2017 19:43 Uhr

    Es wird keine Ruhe in Dortmund einkehren , so lange Auba und Dembele in Dortmund spielen. Zwei absolute Topspieler, die aber beide den BVB lieber heute als morgen verlassen würden. Wenn wenigstens Auba sich zum BVB bekennen würde und Dembele mal ins Gebet nehmen würde...
    Vielleicht geht Auba ja im Winter zwinkern
    Es wird eine ganz schwere Saison.

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