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Das BVB-Interview: Philipp über Ablöse, Erwartungen und Gesangseinlagen

DORTMUNDMaximilian Philipp hat Borussia Dortmund mehr gekostet als die anderen drei Neuzugänge, gesetzt ist der Ex-Freiburger dadurch aber nicht. Im großen Interview mit Dirk Krampe spricht der 23-Jährige über den daraus resultierenden Druck, seine Erwartungen und verrät auch, dass das Dortmunder Aufnahmeritual nicht so sein Ding war.

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  • Philipp über Ablöse, Erwartungen und Gesangseinlagen
    "Spielen will ich auf jeden Fall, sonst wäre ich nicht gewechselt": Dortmunds Neuzugang Maximilian Philipp. Foto: Guido Kirchner

Auch Sie mussten in Bad Ragaz vor versammelter Mannschaft singen. Wie war’s?
Ging so (lacht). Ich hab Hulapalu von Andreas Gabalier gesungen, das kannten zumindest alle. Immerhin, ich hab’s geschafft.


Trifft das Lied Ihren Musikgeschmack?
Nee (lacht). Ich höre eher Hip-Hop.
 

Nach Ihren zwei Treffern für Freiburg beim 3:1 gegen Gladbach mussten Sie mit Megafon den Vorsinger vor den Freiburger Fans machen. Ein Kollege schrieb danach: "Zum Glück spielt er besser Fußball, als er singt" …
Da hat der Kollege wohl recht (lacht).


Um bei der Musik zu bleiben: Sie spielen demnächst in Deutschlands Fußball-Oper, im Signal Iduna Park. Was löst das in Ihnen aus?
Ich freue mich natürlich riesig darauf. Ich durfte ja schon mit Freiburg zweimal dort spielen.


Nicht so erfolgreich allerdings …
Das stimmt. Hätte besser laufen können, ist aber auch schon einigen anderen Vereinen in Dortmund passiert. Es ist für Gäste-Teams immer schwer in Dortmund. Daher freue ich mich umso mehr, nun für den BVB dort zu spielen. Es ist was Besonderes.

Wegen der Masse von 80.000?
Nicht nur, weil es so viele Zuschauer sind. Das allein aber ist im Vergleich zu Freiburg schon ein riesiger Unterschied. Es ist aber vor allem krass, wie intensiv die Fans hinter der Mannschaft stehen.


War auch das ein Grund für Ihre Entscheidung, zum BVB zu wechseln? Es gab ja auch andere Interessenten. RB Leipzig zum Beispiel …
Dortmund ist einer der besten Vereine in Deutschland und auch europaweit anerkannt. Ich denke, ich habe hier gute Entwicklungsmöglichkeiten und kann eine Menge von den besten Spielern lernen.


Haben Sie sich nach dem Anruf von Michael Zorc Tipps geholt? Zum Beispiel von Matthias Ginter?
Nein, Matze ist ja aus Freiburg nach Dortmund gewechselt, als ich gerade erst zu den Freiburger Profis kam. Roman Bürki hat mir zu dem Schritt geraten, er hat mir vom BVB erzählt. Ich war aber schon als Jugendlicher angetan vom BVB. Wenn man mit den U-Teams gegen den BVB gespielt hat, war das etwas Besonderes.


Der Schritt ist, ohne Freiburg abwerten zu wollen, recht groß. Das musste auch Ginter damals erkennen. Wie haben Sie sich vorbereitet auf das Erlebnis BVB?
Die Erwartungen und der Druck sind größer, das steht außer Frage. Ich bin da aber relativ entspannt. Ich liebe Fußball, es macht mir riesigen Spaß, zu spielen. Ich will mir keinen großen Druck machen, weil es dazu führen könnte, dass ich in meiner Spielweise verkrampfe. Ich versuche, locker zu bleiben, trotzdem aber mit unverändert großem Ehrgeiz.

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BVB-Training in Bad Ragaz am 31. Juli

Warum war die Zeit für Sie jetzt passend?
Ich glaube, dass ich reif genug bin mit meinen 23 Jahren. Ich konnte viel lernen in den vergangenen drei Jahren im Profibereich, das war eine wichtige Zeit, um in der Bundesliga erst einmal anzukommen.


Freiburg als perfekte Zwischenstation …
Das stimmt. Als junger Spieler hast du in Freiburg richtig gute Perspektiven, der Trainer steht für seine Förderung junger Spieler. Auch wenn er hart und konsequent ist. So muss das auch sein. Wer das als Spieler begreift, hat gute Chancen, in der Bundesliga Fuß zu fassen.


SEITE 2: Philipp über Entwicklung und Ablösesummen

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