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Türsteher getötet: Gaffer störten Einsatz bei Schießerei in Konstanz

KONSTANZDie Unverbesserlichen sterben offenbar nicht aus: Bei der tödlichen Schießerei an einer Konstanzer Diskothek Ende Juli haben Schaulustige den Einsatz der Polizei mehrfach behindert. Doch damit nicht genug, sondern einige von den Gaffern haben sich durch ihr Verhalten selbst in Gefahr gebracht.

Gaffer störten Einsatz bei Schießerei in Konstanz
In dieser Discothek hatte ein Mann mit einer Maschinenpistole um sich geschossen und dabei einen Türsteher erschossen. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, hatten sich Besucher des Clubs nach einem Schusswechsel zwischen dem 34 Jahre alten Täter und den Beamten dem lebensgefährlich verletzten Mann genähert und den Einsatz gestört, um „offensichtlich ihre Neugier zu befriedigen.“

Gäste hinter den Autos hervorgekommen

Bilder der Überwachungskameras im Außenbereich zeigen demnach Gäste der Diskothek, die sich während der Schießerei zunächst auf dem Parkplatz versteckt hatten. Danach seien sie hinter den Autos hervorgekommen, um Handy-Aufnahmen zu machen. Zu diesem Zeitpunkt sei noch gar nicht klar gewesen, ob die Gefahr schon vorüber sei, sagte ein Polizeisprecher. „Das ist nicht nachvollziehbar.“

Zu Beginn des Einsatzes hätten zudem Besucher des Clubs die Beamten beschimpft, hieß es in der Mitteilung. Den Einsatzkräften sei Untätigkeit vorgeworfen worden, während sie damit beschäftigt waren, die Einsatzausrüstung anzulegen und sich ein erstes Bild von der Lage zu verschaffen. Dabei hätten die Personen, von denen die Vorwürfe kamen, „von der Notwendigkeit eines taktisch abgestimmten Vorgehens in einer solchen Bedrohungslage keine Kenntnis.“

Der 34-Jährige hatte Ende Juli in der Diskothek im Industriegebiet der Stadt mehr als 20 Schüsse mit einem Sturmgewehr abgegeben. Dabei wurde ein Türsteher getötet, fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der Todesschütze starb nach dem Schusswechsel mit der Polizei im Krankenhaus. Woher der Mann die Waffe hatte, ist nach Angaben der Beamten fast zwei Wochen nach der Tat weiterhin unklar. 

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