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Handball: Die Dortmunder Landesligisten vor dem Saisonstart

DORTMUNDDortmunds Landesliga-Handballer erwartet eine spannende Spielzeit. Borussia Höchsten geht als Favorit ins Rennen für die neue Saison. Doch auch Dorstfeld, Brechten und der ASC wollen eine gute Rolle spielen. Hombruch wechselte indes in die Sauerland-Staffel und muss auf sämtliche Derbys verzichten.

Landesliga 3: DJK Oespel-Kley

Die Jugend zählt bereits seit Jahren zu den besten Adressen im Dortmunder Handball. Nach und nach zieht die DJK Oespel-Kley im Seniorenbereich nach. Nun hat die Sieben von Holger Kampshoff den Aufstieg in die Landesliga geschafft und will sich dort auf neuem Terrain etablieren.

Schritt für Schritt entwickeln

"Für uns beginnt ein Abenteuer, wir werden aber auch eine gewisse Gewöhnungsphase brauchen", erklärt Kampshoff. Die Mannschaft, die zu größten Teilen aus eigenen Jugendspielern besteht und den Aufstieg perfekt machte, soll sich nun eine Stufe höher zurechtfinden. Der DJK-Coach blickt er auf eine erfolgreiche Vorbereitung zurück, in der auch Tim Gädtke und Marvin Lampen aus der letztjährigen A-Jugend ins Seniorenteam integriert wurden. Einzig die Verletzung von Max Büchel trübte die vergangenen Wochen.

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Die Dortmunder Handball-Landesligisten vor dem Saisonstart

Im Spitzenfeld der Liga sieht Kampshoff seine Oespeler nicht. Die Favoritenrolle liegt für ihn eher bei Borussia Höchsten. Mittelfristig soll Oespel mit einer Oberliga- oder Verbandsligamannschaft den Übergang der starken Jugend in den Seniorenbereich erleichtern. Für das erste Landesliga-Jahr ist das aber noch einige Schritte entfernt. Zunächst soll die Kampshoff-Sieben zu einem soliden Landesligisten reifen. Dann folgt der nächste Schritt.


Landesliga 3: ATV Dorstfeld

Der Gewinn der Stadtmeisterschaft war für den Landesligisten ATV Dorstfeld der Höhepunkt einer Vorbereitung mit Licht und Schatten. "Es gab gute und schwächere Leistungen, aber die kämpferische Komponente war mir besonders wichtig", schildert Trainer Carsten Hergert, der künftig von Spieler Moritz Fuß an der Seitenlinie Unterstützung erfährt.

"Hammerprogramm" zum Start

Torhüter Fabian Schumann und Lukas Wollbrink verstärken ein Dorstfelder Kollektiv, das in seiner Gänze zusammengeblieben ist und im Vorjahr lange im Topfeld der Liga mitspielte. "Das wollen wir in diesem Jahr wieder möglichst lange", sagt Hergert, der aber vor dem "Hammerprogramm" zum Start warnt. Gleich zu Beginn kommt es zum Derby mit dem viel genannten Ligafavoriten und Vizemeister Borussia Höchsten - ein besonderes Spiel für Hergert, der die Borussia viele Jahre coachte.

An Geschenke zum Auftakt denkt er aber keineswegs. "Wir haben einen sehr stark besetzten Rückraum und wollen Höchsten alles abverlangen", so der ATV-Coach. 


Landesliga 3: TV Brechten

Die Identifikation dürfte den Neuzugängen des Landesligisten TV Brechten nicht schwerfallen: Denn die zehn Neuen beim TVB stammen allesamt aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend, die im vergangenen Jahr in der Oberliga an den Start ging.

Spielzeit als Übergangsjahr

Ebenfalls neu: Trainer Björn Sude, der das Ziel für die neue Saison deshalb nicht allzu ambitioniert formuliert: "Wir sehen die Spielzeit als Übergangsjahr, in dem viele A-Jugendliche integriert werden müssen und in dem wir ohne große Ansprüche schnell den Klassenerhalt perfekt machen wollen."

Schwer wiegt dabei jedoch die Verletzung von Routinier Alex Sinkevitch, der den Brechtenern länger fehlen wird. "Ansonsten bin ich mit der Vorbereitung recht zufrieden", schildert Sude, der ein breites Tabellenmittelfeld erwartet: "Außer Höchsten als Favoriten sehe ich keinen, der nach oben oder unten abfällt." Umso wichtiger ist es für den TVB, von Beginn an wichtige Zähler für einen ruhigen Saisonverlauf zu sammeln.


Landesliga 3: Borussia Höchsten

Als Vizemeister der vergangenen Landesliga-Saison in der Staffel 3 kommt Borussia Höchsten zwangsläufig eine Favoritenrolle für die neue Spielzeit zu. Zumal sich die Mannschaft von Trainer Marc Rode in der Breite zusätzlich verstärkt hat. Der Coach aber schiebt diesen Gedanken einen Riegel vor: "Die Liga ist viel ausgeglichener als im vergangenen Jahr."

Philosophie festigen

Zehn intensive Wochen liegen hinter der Rode-Sieben. "Langsam schleicht sich der Vorbereitungskoller ein", scherzt der Borussen-Trainer. Dem Abgang von Torhüter Sascha Vennhaus stehen fünf Neue gegenüber: Keeper Matthias Massat, Abwehrstratege Markus Strobel, Spielgestalter Philipp Schürmann, Linkshänder Fabian Zehnter und Außenspieler Leonard Kaluza. "Wir wollen unsere Philosophie festigen und im oberen Tabellenbereich landen", sagt Rode. Einen Tabellenplatz möchte er aufgrund der ausgeglichenen Staffel nicht als Ziel ausgeben.

Für ihn zählen in diesem Jahr der ASC 09 Dortmund, ATV Dorstfeld, Hamm 3, Altenbögge und Ahlen 3 zu den Favoriten. Die verstärkten Borussen sind gespannt, welche Rolle sie dabei spielen können.


Landesliga 3: ASC 09 Dortmund

Das Sprichwort, dass verpatzte Generalproben Glück bringen, darf, wenn es nach ASC-Teammanager Matthias Wittland geht, gerne auch an der Schweizer Allee eintreten. Denn gegen RE Schwelm und Westfalia Hombruch zeigten die Aplerbecker zum Abschluss einer grundsätzlich guten Vorbereitung mit zwei Trainingslagern eher schwächere Leistungen. "Das wollen wir nun abhaken und in die Saison starten", sagt Wittland.

Einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel

Dabei sieht er seinen ASC, der im Vorjahr als Aufsteiger auf Rang vier einlief, in der Breite deutlich verbessert. In David Wolff, David Poggemann, Fynn Mosel, Timm Nimmesgern und Dominik Bradtke schlossen sich fünf Neuzugänge den Blau-Weißen an - ebenso wie Trainer Henning Becker und Co-Trainer Bastian Heinrich, die vom scheidenden Coach Arnd Wefing die Geschicke im Sommer übernahmen.

Sie alle stehen vor einer "ausgeglichenen Spielzeit mit viel Spannung an der Spitze", wie Wittland formuliert. "Wir haben keinen einfachen Start und müssen gleich zu Beginn gegen Brambauer, Herne und Höchsten ran", schildert der Teammanager. "Danach sehen wir, wo unsere Reise wohl hinführt." Ein einstelliger Tabellenplatz soll es werden. Würde Platz vier am Ende erneut dabei herausspringen, wären alle Beteiligten ziemlich zufrieden.


Landesliga 4: Westfalia Hombruch

Zwei Mal mischte Westfalia Hombruch im Meisterschaftskampf der Landesliga-Staffel 4 mit, während der Großteil der Dortmunder Teams in Staffel 3 an den Start gingen. Zwei Mal reichte es nur für Platz zwei - und nun folgt der nächste Anlauf. Allerdings unter erschwerten Bedingungen.

Ein Jahr ohne Derbys

Für Hombruch wird es ein Jahr ohne Derbys. Trainer Marc Lauritsch betont, dass sein Team auf eigenen Wunsch in der Sauerlandstaffel startet. Dass seine Mannschaft die Favoritenrolle nach zwei Vizemeisterschaften zugesprochen kriegt, ist für ihn verständlich. Doch relativiert Lauritsch zugleich: "Wir sind in der Breite des Kaders durch die Abgänge ein wenig schwächer geworden."

Die Vorbereitung gibt allerdings wenig Anlass zur Euphorie bei der Westfalia. Über weite Strecken hatte Lauritsch mit Verletzungen und urlaubsbedingten Fehlzeiten zu kämpfen. "Für die detailgetreuen Abläufe brauchen wir sicher noch zwei, drei Wochen", sagt er. Und am Kreis tut sich gleich zu Saisonbeginn eine erste echte Baustelle auf. Denn in Tillmann Hobrock, Axel Prepens und Hendrik Thüs sind alle etatmäßigen Kreisläufer an der Schulter verletzt. Nichtsdestotrotz: Hombruch will erneut eine gute Rolle im oberen Bereich spielen.

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Kommentare
  • Höchsten
    von matthias.henkel am 08.09.2017 10:45 Uhr

    Ist korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.

    Beste Grüße aus der Sportredaktion

  • Was denn nun?
    von Neuli5 am 07.09.2017 20:50 Uhr

    Höchsten geht also als Favorit in die Saison. Ok....
    Aber neben den anderen Vereinen will auch Höchsten eine gute Rolle spielen? Ja - was denn nun???

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