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Mit Fotostrecke: Judith Holofernes in kleiner Runde beim Zeltfestival

BOCHUMDiese Frau ist einfach unfassbar sympathisch: Judith Holofernes - Frontfrau der Band Wir sind Helden - war am Samstagabend solo beim Zeltfestival Ruhr in Bochum und hat im kleinen Zelt bei intimer Atmosphäre vor etwa 200 Fans gespielt.

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  • Judith Holofernes in kleiner Runde beim Zeltfestival
    Judith Holofernes trat am Samstagabend beim Zeltfestival auf. Foto: Nils Lenfers

Pünktlichkeit, eine deutsche Tugend. Zumindest laut Klischee. Doch tatsächlich betritt die Band auf die Minute genau die Bühne. Der Schlagzeuger zählt ein, seit dem ersten Takt klatscht das Publikum mit. Judith Holofernes folgt ihren Mitmusikern kurz darauf.

Eine Frau, die von Beginn an sympathisch ist. Rote Streifen im wilden Muster auf der schwarzen Strumpfhose, das türkise Jacket in Meerjungenfrauenoptik passt zur azurblauen E-Gitarre, ihr blonder Pony hängt im Gesicht. Die Frontsängerin der Band "Wir sind Helden" hat sich 2014 mit dem Soloalbum Ein leichtes Schwert verselbstständigt, 2017 folgte ihre zweite Platte Ich bin das Chaos. Sie ist einerseits frech, andererseits niedlich, aber immer höchst authentisch.

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Judith Holofernes beim Zeltfestival Ruhr 2017

Mit "Danke, ich hab schon" startet Holofernes unerwartet rockig, im Stroboskopfeuer der Bridge und immer härter werdenden Gitarrenklängen fragt sich der Nicht-Kenner kurz, ob er sich im Zelt geirrt hat. Später zeigt Holofernes ihren Feingeist, bei den Balladen wie "Der Krieg ist vorbei". Oder bei Titeln wie "Analogpunk", ein untypisches Liebeslied im digitalen Zeitalter. In der Zugabe spielt sie "M.I.L.F." ein Pop-Song über die Musik als Mittel zur körperlichen Annäherung.

Das die Akustik im Zelt nicht die Beste ist, versteht sich von selbst. Leider versteht ihren Gesang nur schlecht. Leider, weil Holofernes schlaue Sachen zu sagen hat. Dass sie gerne mit Worten spielt, weiß man bereits, wenn man sich auf ihrem Blog umgeschaut hat - dort präsentiert sie eigene Lyrik. Aber auch wenn nicht alle Hörer die Texttiefe Holofernes genieißen konnten, so sollten sie sich trotzdem gut unterhalten gefühlt haben - bei Musik für die Beine, fürs Herz und für den Kopf. 

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