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: Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens

Berlin (dpa)Nicht erst seit den verheerenden Tsunamis von 2004 und 2011 ist immer öfter die Rede von Riesenwellen auf dem Meer. Eine TV-Reportage geht nun diesem Naturphänomen nach.

Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens
Nach dem Tsunami 2004 ist das Ferien-Resort bei Khao Lak in Thailand völlig verwüstet. Foto: Rungroj Yongrit

Das Klima verändert sich, Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Vor der thailändischen (2004) und japanischen Küste (2011) gab es verheerende Tsunamis, besonders lange Wasserwellen. Und selbst auf offener See werden gelegentlich Kreuzfahrtschiffe mit solch großen Wellen konfrontiert.

Mit diesem Phänomen setzt sich nun das Magazin "Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens" auseinander, das an diesem Sonntag (19.30 Uhr, ZDF) zu sehen ist.

Der Begriff Tsunami stammt aus dem Japanischen, bedeutet wörtlich übersetzt "Hafenwelle" und entsteht durch ein plötzlich eintretendes Heben oder Senken des Meeresbodens, zumeist ausgelöst durch ein Erd- oder Seebeben. In Küstennähe dann wird das Wasser erst gestaut und türmt sich danach zu einer hohen Flutwelle auf. Im Film wird das etwas einfacher erklärt: "Es ist nicht das Wasser, das sich bewegt. Die Energie im Wasser wandert - bis sie auf eine Küste trifft. Dann wird die Welle unten abgebremst, sie überrollt sich gewissermaßen selbst und richtet dabei verheerenden Schaden an." Das geschieht nicht nur an den Küsten in Asien, sondern sogar (deutlich harmloser) in der Nordsee, und jede zehnte Riesenwelle immerhin ereignet sich im ansonsten meist friedlich daliegenden Mittelmeer.

Genau dort, vor der griechischen Vulkaninsel Santorin, stürzt sich der Reporter Dirk Steffens (49, "Mich täuscht keiner!", ZDF) gewohnt furchtlos in ein kleines Abenteuer und taucht hinab auf den dunklen Meeresgrund, um den Ursachen dieser Naturgewalten nachzuforschen. Dabei hat er einen ganz besonderen technischen Helfer als Begleitung: "Ocean One", der erste Tauchroboter, ist eine Weltneuheit, weil er sich unter Wasser genauso verhalten soll wie ein Mensch. Schließlich geht es auch um die Frage, was die Menschen an Land in den Risikogebieten tun können, um den Wassergewalten wirksam zu begegnen.

Derweil taucht der Wissenschaftsjournalist Harald Lesch (57, "Frag den Lesch", ZDFneo) munter an der Kraterwand entlang, ganz auf der Suche nach Anzeichen von vulkanischer Aktivität. Auch sonst folgt Lesch lieber den Spuren der Forscher und setzt auf ihre gezielten Berechnungen und Experimente. Damit wurde auch ein Frühwarnsystem für Tsunamis entwickelt, und es wurden Analysen darüber erstellt, warum manche von ihnen wirklich verheerend sind und andere hingegen noch nicht einmal den ganzen Strand überspülen. Eines jedoch steht fest: Wasser hat eine unbändige Kraft.

Ihre Reportage ist durchaus interessant. Gelegentlich schweift sie - mit vielen Computersimulationen - etwas zu sehr ab in die Vergangenheit, bis hin zu Atlantis und Odysseus. Insgesamt setzt der Film ein wenig zu sehr auf betont lockere Sprache und einige verkürzende Superlative ("Vulkanausbruch - Erdrutsch - Tsunami"). Auch die Musik dazu will nicht immer so recht passen. Doch Lesch und Steffens bringen tatsächlich verborgene Phänomene ans Licht und erklären sie manchmal etwas umständlich, aber zumeist anschaulich. Schließlich heißt es zum Schluss, "dass ein Riesentsunami - statistisch gesehen - nur alle 17 000 Jahre vorkommt. Es könnte aber auch am nächsten Dienstag sein".

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