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Römermuseum Haltern: „Triumph ohne Sieg“ - Neue Ausstellung in Vorbereitung

In der Umbauphase bleibt das Museum vom 10. April bis zum 1. Juni geschlossen. Ab dem 2. Juni begegnen die Besucher dem Ende Roms in Germanien.

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  • „Triumph ohne Sieg“ - Neue Ausstellung in Vorbereitung
    Das Römermuseum ist ein Museum zum Anfasen und Ausprobieren. Foto: LWL/ J. Hähnel

Die Haltern am See vor gut 2000 Jahren aussah, davon überzeugen sich Jahr für Jahr tausende Besucher im LWL-Römermuseum. Berühren und Ausprobieren heißt hier die Devise. Das gilt auch für den Römerpark Aliso. Der Nachbau des Westtores mit vorgelagerten Spitzgräben und angrenzender Holz-Erde-Mauer macht das Römerlager und Römerleben von einst greifbar.

Ab dem 2. Juni erwartet die Besucher anstelle der Dauerausstellung die neue Sonderausstellung „Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien“. Im Rahmen der Umbauarbeiten ist das Museum daher vom 10. April bis 1. Juni geschlossen. Ab dem 2. Juni ist auch der Römerpark Aliso wieder zugänglich.

Am Ufer der Lippe befand sich einer der wichtigsten Militärkomplexe der Römer: Schaltzentrale der römischen Macht im rechtsrheinischen Germanien und Unterkunft der 19. Legion, die im Jahr 9 nach Christus in der Varusschlacht unterging. Heute steht an exakt dieser Stelle das LWL-Römermuseum. Über 1200 Original-Exponate zeugen von der hoch entwickelten Kultur und Technik der Römerzeit: von ihrer enormen Bauleistung und Logistik, ihrer handwerklichen Kunstfertigkeit und dem römischen Alltag fern der Heimat. Dabei ist das LWL-Römermuseum kein Museum, durch das man läuft und die Exponate nur ansieht. Die Besucher können zum Beispiel selbst in die Rolle der antiken Römer schlüpfen und mit schwerem Marschgepäck durch das Lager wandern.

Seit 2016 erwartet die Besucher zudem auf dem Außengelände des Museums ein einzigartiger Nachbau: der Römerpark Aliso. Das Westtor mit vorgelagerten Spitzgräben, der angrenzenden Holz-Erde-Mauer und einer inklusionsgerechten Zugangsrampe ist der größte Versuch, ein Stück römischer Bau- und Kulturgeschichte begeh- und erlebbar zu machen. Die Herstellungsweise gibt dem Projekt seinen Namen: Mit originalen römischen Bautechniken ist hier ein Stück regionaler Geschichte entstanden.

Aliso ist auch Thema der neuen Sonderausstellung „Triumph ohne Sieg. Roms Ende in Germanien“. Denn nicht die Varusschlacht markiert Roms Ende in Germanien. Noch Jahre später führt Germanicus dort Krieg. Dann bricht Kaiser Tiberius die Unternehmungen ab: zu teuer, zu verlustreich. Trotzdem: Roms Ende in Germanien wird als Triumph gefeiert – ein Triumph ohne Sieg. Wie sähe Aliso heute aus, hätte Germanicus tatsächlich gesiegt? Dieser Frage widmet sich das LWL-Römermuseum vom 2. Juni bis 5. November 2017 in der gleichnamigen Sonderausstellung.

Wegen der erforderlichen Umbauarbeiten muss das Museum daher vorab vom 10. April bis 1. Juni, also auch über Ostern, geschlossen bleiben. Die Römerbaustelle befindet sich zurzeit im Winterschlaf und ist ebenfalls ab dem 2. Juni wieder zu besichtigen.

Das LWL-Römermuseum, Weseler Straße 100 in Haltern am See, ist geöffnet dienstags bis freitags 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. Informationen gibt es auch im Internet.  
www.lwl-roemermuseum-haltern.de

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